Selbst Bier herstellen

Bier herstellen - das sind die Grundlagen

Bierbrauen wird immer populärer. Wenn du dein eigenes Bier herstellen möchtest, musst du verschiedene Dinge beachten.

Hier findest du einen ersten Überblick zum Thema:

In den letzten Jahren ist Heimbrauen stetig gefragter geworden. In Deutschland ist es gestattet, steuerfrei bis zu 200 Liter jährlich selbst zu brauen (pro Person für den Eigenbedarf) ohne Reinheitsgebot. Du kannst nach Herzenslust ausprobieren und deinem Gebräu einen eigenen Stil verleihen. Wichtig ist lediglich, dass du deine Projekte rechtzeitig beim zuständigen Hauptzollamt anmeldest.

Bier selbst brauen: Die Schritte der Bierherstellung

Bier brauen Zubehör

Mit dem richtigen Zubehör wird es richtig einfach für jeden Hobbybrauer. Total einfach geht es mit wiederverwendbaren Bierbrausets: Diese enthalten durch sämtliche Bestandteile und Geräten, die du brauchst. Unser Starter-Set bekommst du schon für XXX, Varianten für Braumeister findest du ebenfalls im Shop. Sie enthalten in gewissem Umfang Braukessel, die fast alle Arbeitsschritte wie von allein ausführen. Wenn du dir dein Zubehör selbst bündeln möchtest, kommen hier den essenziellsten Bestandteilen:

Du brauchst ein exaktes Thermometer. Beim Maischen musst du festgelegte Temperaturen erreichen und halten können. Hier solltest du unbedingt auf Wertigkeit achten.

Zum Maischen, Klären und Kochen brauchst du einen großen Topf (mindestens 20 Liter Volumen). Außerdem einen großen Eimer, in den du die Würze beim Filtern umfüllen kannst.

Damit du umrühren und später einen ordentlichen Strudel erzeugen kannst, brauchst du einen langen stabilen Holzlöffel.

Zum Läutern brauchst du eine Schöpfkelle, um die Würze umzufüllen, und einen Filter.

Du kannst dein Gebräu in einem einfachen Eimer gären, aber wir empfehlen dir dennoch einen Gär-Tank aus Edelstahl. Gär-Tanks haben auch einen Ablasshahn, so dass du dein Gebräu schlussendlich leichter abfüllen kannst als aus einem Eimer zu schöpfen.

Final brauchst du noch Flaschen, ob mit Bügelverschluss oder Kronkorken bzw. ob Fass, bleibt dir überlassen.

Bier brauen Zutaten

Ein Helles oder Dunkles, dass du nach dem Reinheitsgebot selbst braust, besteht aus vier Bestandteilen: Malz, Wasser, Hopfen und Hefe. Aber natürlich existieren von allem – außer vom H2O – andere Sorten, eben alles für den Brauer:

ist nichts anderes als gekeimtes Getreidekorn – für die häufigsten Biere wird in Deutschland Gerstenmalz verwendet. Der Keimvorgang ist elementar, da im Keimprozess Enzyme entstehen, die in der Maische Stärke zu Zucker umwandelt.  Man nutzt sowohl hellere als auch dunklere Malzsorten. Die Farbe entsteht durch Röstung – je nachdem, wie stark die Körner nach dem Keimen geröstet werden sind sie heller oder dunkler. Wenn du ein Helles herstellen möchtest, verwendest du helle, leicht geröstete Malzkörner, für ein Dunkelbier stark geröstete Körner. Tipp: Wir bieten auch fertigen Malzextrakt aus Naturprodukten, du musst nur noch den Hopfen hinzugegeben. Du sparst Zeit und Zubehör und kannst weniger Schnitzer machen. Für den Einstieg ist Malzextrakt ebendarum super.

kannst du als ganze Dolden oder als getrocknete und gepresste Pellets beziehen. Die Bestandteile des Hopfens beeinflussen wesentlich den Geschmack deines fertigen Getränkes. Der Gehalt seines Humulon (Bitterstoff) bestimmt die Bitterkeit des Bieres wird und wird als „Alpha-Säure“ gekennzeichnet. Je höher die Alpha-Säure und je länger die Kochzeit in der Würze, umso bitterer wird dein Getränk. Das Superkraut enthält ätherische Öle, die den Geschmack beeinflussen und Gerbstoffe, die klären und haltbarer machen.

Fundamental: Bierhefe und Backhefe sind zweierlei Dinge! Mit Backhefe kannst du nicht vernünftig brauen. Die unterschiedlichen Bierhefe-Stämme haben für sich unterschiedlichen Temperaturen, bei denen sie aktiv sind. Prinzipiell unterscheiden wir nach ober- und untergärig. Obergärige Hefe bevorzugen höheren Temperaturen (ca. 15°-20°C) und setzt sich oben ab. Untergärige Hefe mögen es nicht so warm, 4°-10°C sind optimal, sie sammeln sich am Boden des Gär-Tanks.

Generell gilt: untergärige Biere enthalten weniger Nebenprodukte und haben deswegen einen „klareren Geschmack“ als obergärige, sie sind auch länger haltbar. Allerdings bemerkt man bei Hellen auch geschmackliche Fehler deutlicher als bei Obergärigem. Es ist also ratsam exakt zu arbeiten und sich ans Wunschrezept zu halten.

Grober Ablauf des Brauprozess in Schritten

Am Anfang stehen geschrotetes Malz und Wasser. Diese beiden Bestandteile werden in einem großen Kübel verrührt und erhitzt. Hierbei werden Enzyme aktiv, die die Stärke aus dem Geschrotetem in Zucker verwandeln. Während des Vorgangs werden festgelegte Temperaturen aufrechterhalten – das nennt sich „rasten“. Hierdurch regulieren Bierbrauer: innen, welche Gattungen von Süße entstehen: Bei 62°-67°C entsteht vergärbarer Zucker, innerhalb 68°-76°C entgegen nicht-vergärbarer Zucker.

Die Maische wird gefiltert, hierdurch trennen sich die festen von den flüssigen Bestandteilen. Die entstandene Flüssigkeit heißt „Stammwürze“.

Die Würze kocht je nach Rezept z.B. eine Stunde. Nach und nach kommt Hopfen hierzu. Im weiteren Verlauf geht die heiße Flüssigkeit in den sogenannten Whirlpool und wird kräftig gerührt. Es bildet sich ein Strudel und feste Rückstände (zum Beispiel vom Hopfen) sammeln sich im Zentrum am Boden.

Bevor die Hefe zugefügt werden kann, muss die Flüssigkeit auf ca. 10-20°C abkühlen. Nach dem Abkühlen wird in einen Gär-Tank umgefüllt und mit der Hefe gemischt. Jetzt sind wir bei der Hauptgärung: Im Laufe einer Woche wandelt die Hefe die vergärbare Süße in Alkohol und Kohlensäure um. Jetzt kann abgefüllt werden, die weiter Reife erfolgt dann in Fass oder Flasche.

Das was im Topf übrig bleibt bzw. ab gesiebt wurde nennt sich Treber – hieraus lässt sich hervorragendes Brot backen. Ansonsten einfach wegwerfen.

Ganz essenziell: Halte dein Zubehör sauber! Wir empfehlen dir dein Zubehör zu sterilisieren und gut immer gut zu reinigen. Außerdem empfehlen wir dir direkt zu Anfang ein Brauprotokoll vorzubereiten. Hierin hakt ihr eure einzelnen Schritte, Daten und Kochzeiten ab. Wenn Ihr noch eure genauen Zutaten mit Mengen aufnehmt und eine Beschreibung dazu, dann könnt ihr euer Meisterwerk jederzeit wiederholen.

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